Die Burg Kostel

Die Burg auf einem Spitzberg oberhalb von der Kolpa, wurde 1336 erstmal urkundlich erwähnt. Sie wurde Castell, Khostl, Kostel (castellum bedeutet eine Festung oder ein Zufluchtsort), auf Deutsch Graffenwarth benannt.



Die Burg liegt auf der Meereshöhe von 406m, was darauf hinweist, dass sie sich fast 200m oberhalb von der Kolpa befindet. Es handelt sich um die zweitgrößte Burganlage Sloweniens und den einzigen Komplex, der noch die daruntergelegene Siedlung einschließt. Die ursprüngliche Burg wurde zum Schütz des Ortenburger Besitzes gebaut und bestand aus einem größeren Turm, der von der Mauer und kleineren Türmen umgeben war.

Kostel hatte schon seit der Entstehung her ein eigenes Gericht, das auch zum Tode verurteilen konnte. Im Jahr 1420 ging die Burg an die Grafen von Cilli über, die den Burgkomplex in den nächsten Jahren vergrößerten und mit fünf Wehrtürmen festigten. So diente er als eine Grenzfestung zwischen Kranjsko und Celjsko und wurde zu einem wichtigen Handelsstützpunkt. In der Zeit der Türkeneinfälle war das ein wichtiger Verteidigungspunkt. Während der französischen Okkupation, im Jahr 1809, wurde die Burg wegen des Aufstandes von Kostelci und Kočevarji, von den französischen Soldaten niedergebrannt. Die renovierte Burg weist Bauteile verschiedener Epochen auf. So sind noch immer der Eingang im Renaissance Still, Fensterrahmen aus Stein, Gewölbe, Schießscharten u. a. zu sehen. Auf der Burg verlaufen immer noch verschiedene Renovierungs- und Restaurationsarbeiten. http://www.info-kostel.si/